Rejštejn erstreckt sich am Zusammenlauf der Flüsse Otava und Losenice und seine Geschichte reicht bis zum 13. Jahrhundert. Zu Beginn bildeten Rejštejn zusammen mit Kašperské Hory eine Ortschaft, die auch eigenes Wappen und Siegel schon in der Zeit vor Hussiten hatte. Rejštejn verdankt sein Wappen dem erfolgreichen Goldwaschen und -Fördern. Im laufe der Zeit gewann die Ortschaft relative Unabhängigkeit. Die volle Verselbständigung kam erst im Jahre 1584, als Rudolf II. Rejštejn Königsstadt nannte und an die Stadt die Selben Rechte vergab, die damals Hašperské Hory hatte.
Die Stagnierung der Stadt im 17. Jahrhundert wurde durch die Stagnierung der Goldförderung verursacht. Ausreichende Holzvorräte in der Umgebung ermöglichten Entstehung von Glashütten und weitere Belebung der Stadt. Die bekannteste und weltweit berühmte Glashütte war in Klášterský Mlýn.
Rejštejn wurde auch von Karel Klostermann besucht. Er hat hierher auch die Handlung einiger seiner Romane und Erzählungen gesetzt.
Rejštejn liegt am Rande des Nationalparks Böhmerwald, der 1991 errichtet wurde.
Die Stadt Sušice, auch „Tor des Böhmerwaldes“genannt liegt in der Höhe von 456 M. ü. M. Im Svatoborer Hügelland. Die ehemalige Königsstadt erstreckt sich auf beiden Ufern des damals goldführenden Flusses Otava. Sušice ist einer der Ausgangspunkte zur Gegend des mittleren Böhmerwaldes. Es leben hier cca 11 Tsd. Einwohner. Die Stadt bietet viele Möglichkeiten zu Kultur-, Sport-, und Erholungsaktivitäten.
Der Aussichtsturm ist 31,6 Meter hoch und stammt vom Jahr 1935 nach Entwurf des Architekten Houra. Die Gesamthöhe des Aussichtsturmes beläuft sich auf 871 M.ü.M (182 Stufen). Von dort aus kann man eine herrliche Aussicht zur Landschaft und ausländischen Monumenten des Böhmerwaldes geniessen. Svatobor befindet sich 3 Km östlich von Sušice in dem Svatoborer Hügelland. In der Vergangenheit wurde Svatobor mit einem Mythus der uralten Burg- und Begräbnisstätte verbunden, wozu die Hügelbenennung und ein zufällig gefundener und für einen altslawischen Götzen gehaltener mittelalterlicher Kerzenleuchter führte.
Kašperské hory liegt in der Höhe von 730 M.ü.M und ist eine malerische Stadt mit einer reichen Geschichte. Die Stad war im 14. Jahrhundert ein bedeutender Ort und aus hiesigen Bergwerken sind große Einkommen in die Königskasse geflossen. Oberhalb der Stadt befindet sich die bekannte Dominante – die auf Befehl von Karl lV zur Bewachung der Landesgrenze, Schutz des Handelsweges und der Goldgruben gebaute Burg Kašperk. Es befinden sich hier einige Museen – Geschichte des Motorrades, Museum des Böhmerwaldes, Spielzeugexposition und Museum der Brauerei.
Mit ihrer Meereshöhe von 886 m ist sie die am höchsten situierte Königsburg in Tschechien. Sie ragt auf einem Waldausläufer des Berges Zdanov ca 3 km nördlich von Kasperské Hory empor. Die Benennung Kasperk ist durch Entstellung des Wortes Karlsberg entstanden. Die Burg wurde 1356-1361 auf Befehl Karl lV zur Bewachung der Landesgrenze und zum Schutz des Handelsweges und der Goldgruben gebaut. Der öde, ca 400 Meter östlich von der Burg situierte Burgstall ist eine vorgelagerte, wahrscheinlich in dem 15. Jahrhundert aufgebaute Festung. Die Abendtheatervorstellungen unter den Burgmauern gehört zu unvergesslichen Erlebnissen des Sommers im Böhmerwald.
Auf dem bewaldeten Gipfel Mouřenec (617 M.ü.M) steht die Kirche des St. Moritz. Die Kirche wurde als spätromanisch um 1230 gegründet. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1369. Die Kirche war usprünglich von einer Ortschaft umgeben, von der nach Vertreibung der deutschen Bewohnerschaft nur die Schule und ein paar Obstbäume erhalten blieben. Nach 1989 wurde die Kirche dank der Beihilfe von ehemaligen deutschen Bewohnern und deren Nachkommen rekonstruiert. Bei der Rekonstruktion wurden ikonografisch bedeutende gotische, das Jüngste Gericht abbildende Wandgemälde aus dem Jahr 1310 entdeckt. Die Kirche ist von einem Friedhof mit Beinhaus umgeben.
Čeněks Sägewerk wurde vom prager Händler Čeněk Bubeníček in der Nähe vom Zusammenlauf der Flüsse Vydra und Křemelná nach Waldkalamitäten im Jahre 1863 und 1870 aufgebaut. Das Bauwerk wurde 1912 auf ein Wasserkraftwerk umgebaut, das mit der urspünglichen Ausstattung bis heute im Betrieb und somit ein funktionsfähiges technisches Denkmal ist. Innerhalb des Bauwerkes ist die Exposition der westböhmischen Energietechnik errichtet. Im Sommer 1867 wurde Čeňkova Pila von Bedřich Smetana besucht, der hier die bis heute wachsende „Smetanas Fichte“ eingepflanzt hat.
Liegt am Anfang des Bildungspfadeses „Povydří“ in der Höhe von 928 M.ü.M. Es handelt sich um ein ehemaliges Gehöft vom Anfang des 16. Jahrhunderts im Tal von Vydra. Den Namen bekam es vermutlich nach einer kleinen Glashütte Horní Otygl (die Glashütte hatte nur einen Tiegel ), die unweit von hier unter dem Berg Sokol im Zeitraum 1523-1815 Hohlglas produzierte. Nach der Schliessung der Glashütte wurde der Pfropfbau auf einen Rasthof umgebaut. Das historische Gehöft bildet eine Gruppe von gezimmerten und gemauerten Bauten vom 18. Jahrhundert mit Halbwalmdächern, Schindel und Schildern und Giebeln mit geschnitzter Schalung. Antýgl ist ebenfalls ein Ausgangspunkt zum Ausflug längs des Flusses Vydra zur Turners Hütte.
Dreiseemoor liegt in der Höhe von über 1000 M.ü.M. auf dem Abhang Oblík. Benannt ist nach drei kleinen Torfseen, von denen sich der größte auf einer Fläche von 7 Ar erstreckt und 2 Meter tief ist. Die Wasserfärbung ist dunkelbraun. Der Moorbestand ist u.a. auch von Knieholz und Fichten gebildet. Durch Dreiseemoor führt auch ein 250 Meter langer Bildungspfad.
Liegen am südöstlichen Fusse des Berges Černá hora (1.315 m), erreichbar durch einen angenehmen Spaziergang von Kvilda (6 km). Die hier auslaufende Quelle wird für die Quelle unseres längsten Flusses – der Moldau gehalten. Schon in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg wurde dieser Ort häufig von Touristen besucht und es stand hier eine im Jahre 1922 aufgebaute Unterkunftshütte. Ende des 2. Weltkrieges befand sich hier ein Arbeitslager für Kriegsgefangene, die hier in schweren Konditionen Holz fördeten.
Nach der Machtübernahme im Februar 1948 waren die Quellen von Moldau angesichts der nahen Staatsgrenze für ein paar Jahrzente der Öffentlichkeit unzugänglich. Von dort aus, nach Zurücklegung des Bergauf- und Bergabwanderns (´rauf zum Hügelgipfel Stráž und zu Bučina ´runter) breitet sich vor uns eib Blick über Knížecí pláně auf Böhmerwaldpanorama entlang des Flusses bis zu Trojmezí. Am hellen Tage hat man hier eine Aussicht in die Alpen.
Poledník ist der fünfzehnthöchste Gipfel des tschechischen Teiles vom Böhmerwald, liegt in der Höhe von 1315 M.ü.M cca 7 Km von der Ortschaft Prášily entfernt, und wird auch „Mittagsberg“ genannt. Den Besuchern bietet sich beim guten Wetter eine herrliche Aussicht auf praktisch den ganzen Böhmerwald und Bayrischen Wald. Der 37 Meter hohe Aussichtsturm entstand 1998 durch den Umbau einer Flugabwehrwache, die der Armee diente. Bis zum Gipfel der Turmes führen 227 Stufen.